Ein- und Ausstieg: Strand am Irenensee
Wetter: wolkig und nicht zu heiß
An einem sonnigen Tag zog es mich mit meinem SUP an den Irenensee und die angrenzenden Spreewaldseen. Was auf der Karte nach einer gemütlichen Paddelrunde aussah, entpuppte sich als abwechslungsreiche Tour mit viel Natur, einem kleinen Abenteuer beim Umtragen und einigen überraschenden Eindrücken entlang des Weges.
Start am Irenensee
Der Irenensee präsentierte sich von seiner schönsten Seite. Das Wasser war ruhig, die Ufer grün und überall waren Wildgänse zu beobachten. Besonders am Rand des Sees hielten sich zahlreiche Tiere auf und verliehen dem Gewässer einen fast naturparkähnlichen Charakter. Wer gerne Vögel beobachtet, kommt hier definitiv auf seine Kosten.
Ganz ohne Schattenseite blieb der Eindruck allerdings nicht. Wo viele Gänse sind, ist leider auch viel Gänsekot. An manchen Uferabschnitten musste man beim Ein- und Aussteigen schon genau hinschauen, wohin man tritt. Das trübte die ansonsten schöne Atmosphäre etwas.
Der See selbst ist eher klein und zudem recht seicht. Für eine entspannte SUP-Runde ist das durchaus angenehm, wer jedoch lange Strecken paddeln oder größere Gewässer erkunden möchte, wird den Irenensee vermutlich recht schnell umrundet haben.
Das SUP auf die Schulter
Der eigentliche Reiz der Tour lag für mich darin, nicht nur den Irenensee zu erkunden. Um die benachbarten Spreewaldseen zu erreichen, musste das SUP ein Stück umgetragen werden. Solche kleinen Unterbrechungen gehören für mich mittlerweile fast zum Abenteuer dazu. Nach einigen Minuten zu Fuß wartete bereits das nächste Gewässer.
Verwinkelte Wasserwege und Ferienhaus-Atmosphäre
Die Spreewaldseen boten sofort ein ganz anderes Bild. Statt offener Wasserflächen prägen hier verwinkelte Uferbereiche und zahlreiche Ferienhäuser die Landschaft. Beim langsamen Dahingleiten auf dem Board fühlte es sich fast an, als würde man durch eine kleine Wasserwelt fahren.
Besonders spannend waren die vielen individuell gestalteten Grundstücke. Manche Ferienhäuser wirkten eher schlicht, andere waren mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Von maritimen Elementen über kunstvoll bepflanzte Gärten bis hin zu kleinen Stegen und gemütlichen Sitzecken gab es ständig etwas Neues zu entdecken. Gerade vom Wasser aus eröffnet sich dabei eine Perspektive, die Spaziergängern an Land oft verborgen bleibt.
Die ruhigen Kanäle und verwinkelten Buchten sorgten dafür, dass hinter jeder Kurve eine neue Ansicht wartete. Das machte den Reiz dieser Seenlandschaft aus und verlieh der Tour einen fast entschleunigenden Charakter.
Fazit
Der Irenensee überzeugt mit schöner Natur, zahlreichen Wildgänsen und einer entspannten Atmosphäre, auch wenn der viele Gänsekot und die geringe Größe des Sees kleine Nachteile darstellen. Die angrenzenden Spreewaldseen sind dagegen das eigentliche Highlight der Tour: verwinkelt, abwechslungsreich und gesäumt von liebevoll gestalteten Ferienhäusern.
Wer bereit ist, sein SUP einmal kurz umzutragen, wird mit einer abwechslungsreichen Paddelrunde belohnt, die Naturerlebnis und Ferienidylle auf angenehme Weise miteinander verbindet.
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